Ausgangsfrage bei der Entwicklung des magler® war, wie sich ein besonders leiser, effizienter und dauerhaft überlastbarer Pendelantrieb verwirklichen lässt.
Der magler®- Pendelantrieb ist Gewinner des ElectroTEC Pioneer Award 2025 in der Kategorie Power Electronics and Drives.
Überall dort, wo die Drehbewegung eines herkömmlichen Elektromotors erst durch ein Getriebe oder einen Exzenter in eine Pendelbewegung umgesetzt werden muss, ist stattdessen ein Einsatz des magler® denkbar.
Das Prinzip des magler®-Antriebs eignet sich durch seine originäre Pendelbewegung ganz besonders zum quasi geräuschlosen Antrieb von Fächern. Bis zur Prototypreife wurde der Tischlüfter magler®- TF0.9 entwickelt:
Die mechanischen Teile wurden per CAD designed und am 3D-Drucker erstellt. Die Maße und elektromechanischen Daten wurden jn langen Versuchsreihen optimiert, Die CAD-Daten stehen für eine serienmäßige Umsetzung bereit. Die elektronische Ansteuerung erfolgt per Microcontroller. Das Programm ist verifiziert. Das Layout der SMT-Bauteile auf einem PCB mit USB-A Anschluss ist entwickelt, getestet und kann serienmäßig umgesetzt werden.
Eine Designstudie zur mobilen Anwendung des magler®- Antriebs mit einer 22g leichten und kompakten AA- Lithiumionen- Zelle und einer Vorrichtung zum Einklemmen von handelsüblichen Handfächern funktioniert bereits. Aufgrund der Effizienz des magler®- Antriebs beträgt die Laufzeit des Handteils mit dieser kompakten Standard- Akkuzelle über 10h. Weitere Optimierung ist möglich. Damit ist das magler®- Antriebsprinzip auf Handtaschengröße umsetzbar.
Im Vergleich zu einem herkömmlichen Axiallüfter mit Propeller spielt der magler®-Fächerlüfter die Vorteile des Antriebskonzepts voll aus:
Bei einer subjektiv angenehmeren Belüftungsleistung ist der magler®-Fächerlüfter um Größenordnungen leiser und verbraucht deutlich weniger Energie als ein Axiallüfter ähnlicher Größe. Dabei ist der Fächerlüfter völlig sicher und resilient - Trotz seines freien Aufbaus arbeitet der Fächerlüfter intrinsisch verletzungssicher: Er bleibt bei einem Eingriff einfach stehen und läuft nach dem Freigeben weiter, ohne dass dabei eine Komponente überlastet würde.
Edmund Pötsch hat den magler® entwickelt.
Er absolvierte eine Ausbildung zum Elektromechaniker und schloss ein Studium der Elektrotechnik mit dem Diplom (FH) ab. Nach zwei Jahren auf großer Fahrt zwischen Wilhelmshaven und dem Persischen Golf als 2. Ingenieur auf Tankschiffen machte er in der Computersparte der Siemens AG Karriere.
Als Entwicklungsingenieur leitete er Labore und kümmerte sich um die Markteinführung wichtiger Produktlinien bei der Siemens Nixdorf Informationssysteme AG. Später leitete er das Patent- und Lizenzmanagement bei Fujitsu Siemens Computers.
Er arbeitete in Deutschland und an verschiedenen Orten in den USA.
Auf Edmund Pötsch gehen über 80 eingetragene Schutzrechte als Erfinder in den Bereichen Elektromechanik, Elektronik, Leistungselektronik, Opto-Elektronik und Computertechnik zurück.
1991 meldete er eine Erfindung für einen Energiesparmodus bei Röhrenmonitoren, die mit den „Powersave-Patents“ (EP 0 624 272 B1 und US 5,774,116) erteilt wurden. Die Erfindung diente als Grundlage eines internationalen Standards der VESA. Die US-Umweltschutzbehörde EPA übernahm den Standard 1998 für Röhrenmonitore in das ENERGY STAR Programm.
Alleine in den USA war auf Grundlage der Erfindung von Edmund Pötsch zeitweise jährlich elektrische Energie in der Größenordnung von mehreren tausend Gigawattstunden (GWh) einsparbar. Das entspricht der jährlich produzierten elektrischen Energie eines mittleren deutschen Kohlekraftwerks.
Christian M. Hehn
Oliver Pötsch
Sie haben Interesse, das Prinzip des magler® für Ihre Anwendung anzupassen und zu lizenzieren?
Fragen Sie an!
poetsch@heipoe.de